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Die Braunfäule und unser Beitrag dazu

 

 

 

Wo man hinschaut, ob im echten Leben oder auf Instagram, fast jeder Tomatenliebhaber hat dieses Jahr ein massives Problem mit der Braunfäule. Selbst die Profis haben teilweise überhaupt keine Tomaten.

 

 

 

Ich baue ja auf viele verschiedene Arten Tomaten an: im Hochbeet, auf Strohballen, auf Hügelbeeten, hochgebunden, wild auf dem Boden, manche habe ich ausgegeizt, die meisten nicht. Die meisten selbst vorgezogen, einige gekauft, einige sind wild aufgegangen.

 

Aber alle im Freiland, da ich kein Gewächshaus habe.

 

 

 

Mit Abstand am gesündesten sind die wild aufgegangenen, die nie ausgegeizt wurden. Sie haben zwar noch keine Früchte, bilden aber fleißig Blüten. Keine Anzeichen von Braunfäule, dabei stehen sie sogar tlw inmitten der Gurken, die angeblich schlechte Nachbarn sind.

 

 

 

Die zweitbesten sind die selbst vorgezogenen, nie ausgegeizten Tomaten, die einfach auf dem Boden wachsen wie sie möchten.

 

Manche Blätter sind befallen, aber man erkennt, dass die Pflanze die befallenen Blätter sogar von selbst abstößt. Hier unterstütze ich ein bisschen mit Brennnesseljauche (düngen) und Knoblauch und Natron (spritzen).

 

 

 

Sehr kritisch sind die selbst vorgezogenen Tomaten, die ausgegeizt wurden. Hier ist der Braunfäule-Befall deutlich stärker und kaum aufzuhalten. Da ernte ich vorsorglich schon die grünen Tomaten. Diese reifen hoffentlich noch gut nach.

 

 

 

Eher katastrophal sind die Tomaten, die ich gekauft habe. Die, die ich auch noch ausgegeizt habe, sind schon lang in die Tonne gewandert.

 

 

 

Mein Learning fürs nächste Jahr: auf gar keinen Fall mehr ausgeizen, schon gar nicht wenn es so feucht ist wie dieses Jahr. Das Hochbinden werde ich mir auch sparen, wenn ich genug Platz habe.

 

 

 

Ich werde so viel als möglich auf Selbstaussaat vertrauen und die Tomaten, die ich vorziehe weiterhin unter realistischen, nicht zu kuschligen Bedingungen ziehen.

 

Meine Tomaten standen ab März selbst bei 2 Grad kalten Nächten draußen. Sie kommen mit ziemlich vielen Problemen gut klar und sind echte Umgebungsbedingungen gewöhnt.

 

 

 

Ich stelle im Garten immer wieder fest: am Besten klappt es, wenn der Mensch nicht zu sehr reinpfuscht.