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Blog · 19. Juli 2021
Im Moment ist für mich die schwierigste Phase, seit ich mit dem Gärtnern begonnen habe. Dabei habe ich im Moment viel weniger zu tun, als noch im Winter. Wie das? Von Oktober bis April habe ich die Grundlagen gelegt. Beete angelegt, jede Menge Grünschnitt aufgeschichtet und dann mit viel Fleiß die Erde darauf geschüttet. Dann ging es los mit dem Säen. Direktsaat, Jungpflanzenanzucht usw. Immer um etwas kümmern, gießen, einpflanzen, Pläne machen. Ich hatte ständig die Kontrolle. Jetzt...
Blog · 17. Juli 2021
Uns hat es diesmal knapp verfehlt, der für unsere Gegend vorhergesagte Starkregen ging ein bisschen weiter nördlich nieder - mit den sichtbaren Folgen. Ich denke, auch der letzte hat mittlerweile verstanden, dass wir dringend etwas tun müssen um den Klimawandel und die Folgen abzuschwächen. Schwierig ist es jedoch, wenn man jetzt in Panik verfällt und vor lauter Klimaangst handlungsunfähig wird. Viele fühlen sich ausgeliefert und haben auch keine Ahnung, was man eigentlich tun kann....
Blog · 01. Juli 2021
Der Klimawandel wird zu einem großen Teil auch dadurch beschleunigt, dass die Welt immer globaler wird. So positiv die Globalisierung für den kulturellen Austausch der Menschen und das Verständnis füreinander ist, so kritisch ist das zu sehen wenn es um Warenströme geht, insbesondere bei der Lebensmittelerzeugung. Die Zentralisierung der Produktion bestimmter Waren in wenigen Ländern funktioniert immer nur über die Industrialisierung und geht einher mit Monokulturen, Pestiziden,...
Blog · 14. Mai 2021
Ein Argument für Industrielle Landwirtschaft ist immer: „nur so kann die Ernährung von immer mehr Menschen gesichert werden.“ Aber das stimmt nicht. Vorneweg: ein Großteil der Agrarflächen wird genutzt für die Erzeugung von Tierfutter für die Massentierhaltung (lt Greenpeace in der EU 70% der Landwirtschaftsflächen!). Für pflanzliche Lebensmittel gilt: Die Erträge pro qm in Permakultur, Waldgarten oder Market Garden sind viel höher. Verschiedene Pflanzen wachsen höhengestaffelt...
Blog · 07. Mai 2021
Viele Gartenbesitzer verwenden unfassbar viel Zeit darauf, Ihren Garten schön und ordentlich zu halten. Da wird gejätet, vertikutiert, in Form geschnitten, Laub weggepustet und eine verblühte Pflanze der Saison durch die nächste billige aus dem Baumarkt ersetzt. Und weil die Natur das eigentlich nicht so gelungen findet und Armeen von sogenannten Schädlingen losschickt, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wird, wird der Gärtner stets einen frustrierenden Kampf gegen Schnecken und...
Blog · 12. April 2021
„Igitt, iih, Pilze im Gemüsebeet!“ - so reagieren wohl viele. Dabei sollte man sich freuen wenn man Pilze im Garten sichtet. Sie sind das Zeichen eines gesunden Bodens, sie zersetzen tote Pflanzenreste und verbinden die Pflanzen miteinander, damit sie Nährstoffe und Informationen austauschen können. Ganz besonders beeindruckend ist der TED Talk vom amerikanischen Pilz-Guru @paulstamets: „6 Wege mit denen Pilze die Welt retten können“. Zum Beispiel können bestimmte Pilzsorten Öl...
Blog · 30. März 2021
Was für die einen nur lästiges Zeug ist, was man umständlich entsorgen muss, ist für die anderen pures Gold. Über Jahrzehnte wurden unserem Gelände hauptsächlich Nährstoffe entnommen und weggefahren und dafür Schadstoffe hinzugefügt. Der Boden verfügt über erstaunliche Selbstheilungskräfte, dafür braucht er aber auch die Möglichkeit, etwas zu kompostieren: Äste, Zweige, Laub, Gemüsereste, Tiermist, egal. Am Besten von allem etwas. Am meisten inspiriert hat mich hier die...
Blog · 20. März 2021
Achja, so idyllisch und Bullerbü-mäßig mit kleinen Kindern im #Gemüsegarten, die helfen dann begeistert mit, tragen ganz goldig die Gießkanne durch die Gegend und saugen alles übers Gärtnern begierig auf. Nicht wirklich. Also ich beneide alle Insta-Eltern, die mit Ihren kleinen Kindern so toll gärtnern können oder wo das Kind zumindest gegossen/geschaufelt/... hat, bis das Foto gemacht war. Meine Kinder sind 2 und 3 1/2 und mehr als ein paar Minuten sind sie nicht für die teils...
Blog · 21. Januar 2021
Ich will eigentlich gar nicht zu sehr auf die klassische Definition eingehen: Permanente Agrikultur, also dauerhafte Bewirtschaftung einer Fläche, bestimmte Prinzipien und Vorgehensweisen sowie ein schlauer Methodenkasten wie man (land)wirtschaften kann. Dazu gibt es bereits jede Menge gute Literatur und das hat alles seine Berechtigung. Entscheidend finde ich für meinen Garten vor allem einen ganz wichtigen Aspekt: Beobachten und auf die ganz spezifischen Bedürfnisse von Garten und...
Blog · 26. Dezember 2020
Eben habe ich auf Spiegel Online ein Interview mit einem Entwicklungsbiologen gelesen, der genveränderte Pflanzen und insbesondere die Genschere Crispr-Cas-9 als Chance für eine bessere Ernährung Afrikas angepriesen hatte. Ein Teil-Zitat: „[...] hier ist eine genveränderte Tomate und die muss nur noch halb so oft gespritzt werden [...]“. Warum „muss“ man Pflanzen eigentlich spritzen? Es herrscht der weitverbreitete Glaube, ohne Chemikalien könnte man keine ausreichenden Ernten...

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