Station 10: Rankgerüste aus Ästen

 

Auch dieses Beet ist komplett mit Wurzelsperren (Vlies) unterzogen. Obenauf wurde Grünschnitt verteilt und frische Erde mit Kompost vom LKW direkt darauf abgeladen.

Die Rankgerüste aus Ästen wurden zum Ranken für Gurken (hintere Reihe) und Zuckererbsen (vorne - sind abgeerntet und die zweite Runde ist frisch gesät) gebaut.

 

Ich nehme in großen Mengen Grünschnitt aus der Umgebung an und benutze diesen für alles mögliche weiter: als Unterlage für Beete, Totholzhecken oder eben solche Rankgerüste für kletternde Gemüsesorten.

Die Umrandung des Beetes ist aus alten morschen Holzstücken gebaut, hier freuen sich viele Wildbienen und Käfer über diesen seltenen Lebensraum.

 

In diesem Beet wachsen (von vorne nach hinten): Salat, Rote und Gelbe Bete, Zuckererbsen (bald wieder), Buschbohnen, Tagetes, mehrere Sorten Gurken, Dill und Knoblauch.
An die freien Stellen wird Herbstgemüse wie z.B. Rosenkohl einziehen, dieses ist noch in der Voranzucht.

 

Die Gurken taten sich bei der kalten Witterung bis vor kurzer Zeit bisher sehr schwer und erst seit wenigen Tagen legen sie endlich Tempo an den Tag – deshalb startet die Gurkenernte dieses Jahr sehr spät und fällt vielleicht auch nicht so üppig aus.

 

Das ist eben auch das Risiko eines naturnahen Gemüseanbaus: manche Pflanzen gehen in einem Jahr gut, andere werfen nahezu keine Ernte ab. Und selbst im Nachbargarten kann das wieder ganz anders aussehen, weil dort ein anderes Mikroklima herrschen kann: die Tomaten und Gurken stehen hier relativ frei mitten im Feld, an einer sonnigen Hauswand im Stadtgebiet ist es viel wärmer und geschützter.

 

Durch Folientunnel, Gewächshäuser etc. könnte man das Klima stabiler und durchschnittlich wärmer gestalten. Doch während der Winterstürme dieses Jahr mit heftigen Winden und Hagel wären solche Konstruktionen sicherlich kaputt gegangen.

Außerdem sind sie im Sommer oft viel zu heiß im Inneren, müssen ständig geöffnet und geschlossen werden und die Tomaten und Gurken aus Gewächshäusern schmecken meist auch weniger aromatisch als die Freilandsorten.