Station 13: Tomaten-Dschungel und Bewässerungssystem

 

Das Prinzip des Beetes ist das gleiche wie bei dem Beet weiter vorne mit den Rankgerüsten für Gurken.

 

Hast Du eigentlich bereits die Bewässerungsschläuche bemerkt? Es sind sogenannte Perlschläuche, sie sind wo immer möglich ein wenig unter der Mulchschicht entlanggeführt. Sie „schwitzen“ auf der ganzen Länge tröpfchenweise Wasser aus und bringen es direkt an die Wurzeln.

Somit verdunstet nicht unnötig Wasser und es kann im Sommer kaum Unkraut an der Oberfläche keimen, da diese sehr trocken ist.

Man denke an die Felder, die mittags um 12 Uhr mit Sprengern bewässert werden... der Großteil des Wassers verdunstet dabei noch direkt in der Luft.

Im Moment bewässern wir leider noch mit Leitungswasser, aber wir wollen die ehemaligen großen Sickergruben des Bahnhofs sobald als möglich zu Zisternen umbauen, um das winterliche Regenwasser in großen Mengen speichern zu können.

 

Der Idealfall wäre ein natürlicher Garten ganz ohne künstliche Bewässerung, aber das ist bei unseren örtlichen Gegebenheiten leider unrealistisch. In naturnahen Gärten mit einer gesunden Humusschicht und einer reichhaltigen Pflanzenwelt kann dies aber auch in heißen Sommern möglich sein.

 

Die Tomaten wachsen auf diesem Beet ohne jegliche Stützen oder Stäbe sondern einfach frei auf dem Boden und ich geize sie auch nicht aus. Dadurch schlängeln sie sich auf dem Boden entlang, stützen sich mit ihren Blättern ab und bilden an den Haupttrieben auch immer wieder Wurzeln. So können sie sich an mehreren Stellen Nährstoffe und Wasser aus der Erde holen. Zwischendrin wachsen als Förderpflanzen Tagetes und Basilikum.

Im Moment sind die Tomaten in den Strohballen noch deutlich größer und haben schon mehr Tomaten gebildet, ich bin gespannt, welches Fazit ich am Ende der Tomatensaison ziehe.